Das Auf und Ab der ersten 60 Jahre

Aus bescheidenen Anfängen heraus werden erstaunliche Ergebnisse möglich, aus lernwilligen Jugendlichen und jungen Erwachsenen werden zielstrebige Instrumentalisten. Mit dieser Feststellung lässt sich die Entwicklung unseres Ensembles kurz und treffend beschreiben.

Angefangen hat wohl alles einmal im Gründungsjahr der Kolpingfamilie Eiterfeld im Jahre 1901. Über viele Jahre hin waren die tragenden Kräfte ehemalige Militärmusiker, die begeisterungsfähige Erwachsene und Jugendliche aus Eiterfeld und den umliegenden Ortschaften um sich scharten. Anlässe für musikalische Darbietungen waren damals wie heute kirchliche Feiertage und Vereins- und Dorffeierlichkeiten. Einem kurzen Chronikzitat können wir den Bekanntheitsgrad der Eiterfelder Musikkapelle entnehmen: „Bis weit in die Rhön und in die Vachaer Gegend wurde man verpflichtet. Dabei sei betont, dass diese Strecken noch mit dem Fahrrad bei Wind und Wetter zurückgelegt werden mussten... Des öfteren musste auch mit nassem Anzug aufgespielt werden."

Mäßige Höhen und tiefste Tiefen prägten den Verein in den Jahren bis Ende der 60er. Besonders die beiden Weltkriege machten das Musizieren teilweise unmöglich. Die Bläsergruppe schrumpfte zeitweise bis auf sechs Musiker.


Von nun an gings bergauf

Erst im Jahr 1968 konnte der Verein wieder richtig Fuß fassen, als mit Herrn Josef Wanke (jun.) neue musikalische Akzente gesetzt wurden. Seiner Integrationsfähigkeit war es zu verdanken, dass die wenigen Erwachsenen gedeihlich mit vielen Neuzugängen zusammen arbeiteten und die Vereinsarbeit auf breiter Basis angelegt werden konnte.

Mit der Gründung des Musikbundes Vorderrhön im Jahr 1969 hat sich unser Verein immer in Konkurrenz zu den Nachbarvereinen gesehen. Die jährliche Teilnahme am Wertungsspielen seit 1970 war über einen langen Zeitraum eine harte Schule. Wir sahen uns jährlich dem Anspruch gegenüber, den ein Musikstück an eine Instrumentalgruppe stellt. Die kritische Reflexion unserer Darbietung unter Anleitung der jeweiligen Wertungsrichter war nötig, um sich stetig dem Werkanspruch der Literatur anzunähern.


Der Verein organisiert sich

1971 wurde der Verein neu strukturiert, gab sich den Namen „OrchesterVerein Eiterfeld“ und konnte zahlreiche Neumusiker werben. Im Laufe der Jahre hat sich der OVE mit seinem Orchester permanent weiter entwickelt. Dies ist u.a. darauf zurückzuführen, dass seither intensiv junge Musiker ausgebildet werden konnten. Von 1976 bis 2007 stand der Verein unter musikalischer Leitung von Ludwig Hohmann, der maßgeblich am Erfolg des Orchesters beteiligt ist. Im Jahr 2007 wurde er von unserem jetzigen 1. Dirigenten Heiko Waterkamp abgelöst. Ludwig Hohmann hat allerdings weiterhin die musikalische Arbeit als 2. Dirigent mitgeprägt, bevor er im Jahr 2012 unserem musikalischem Allrount-Talent Christopher Dehl den Posten des 2. Dirigenten übergeben hat. Ludwig Hohmann unterstützt den Verein weiterhin in der Funktion des 2. Schriftführers.


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